Som­mer­li­cher Wär­me­schutz — in der OIB 2019

Gemäß 4.9. ist die som­mer­li­che Über­wär­mung wie schon in der OIB6/2015 fest­ge­hal­ten zu vermeiden.

Dies ist in Wien gemäß Merk­blatt MA37 (neues update vom 20.03.3030) bei Ein­rei­chun­gen auch  über die Bau­phy­sik nach­zu­wei­sen. Die ent­spre­chen­den Werte sind auch am Ein­reich-Plan einzutragen.

Für Wohn­räume gilt gemäß 4.9.1.: die Berech­nung erfolgt nach ÖNORM B8110‑3  wobei nicht mehr, wie bis­her in der OB6/2015 mög­lich, nach dem ver­ein­fach­ten Nach­weis­ver­fah­ren gerech­net wer­den darf (Nach­weis von aus­rei­chend Spei­cher­masse), son­dern es ist die ope­ra­tive Tages­tem­pe­ra­tur zu ermit­teln für die ein stand­ort­ab­hän­gi­ger Grenz­wert fest­ge­setzt ist, der nicht über­schrit­ten wer­den darf.

Für Nicht­wohn­ge­bäude gemäß 4.9.2. ist nach wie vor der außen­in­du­zierte Kühl­be­darf einzuhalten.

 

Die neue OIB 2019 — jetzt in Wien gültig!

Seit 01.02.2020 ist die OIB5 und OIB6 2019 für das Bun­des­land  Wien rati­fi­ziert und damit gültig.

Seit 01.06.2020 auch in Tirol. Für alle ande­ren Bun­des­län­der gel­ten noch die OIBs 2015 (in NÖ gilt für die OIB5/Fassung NÖ sogar noch der Stand 2011). Wesent­li­che Neue­run­gen der OIB 6 ist unter Punkt 3.0. „Gebäu­de­ka­te­go­rien“ die Erwei­te­rung der Ener­gie­aus­weis­pflicht mit der Kate­go­rie „sons­tige kon­di­tio­nierte Gebäude“ (SKG).

Bei der Kate­go­rie Wohn­ge­bäude (WG) wird als Neue­rung unter­schie­den wie­viele Nut­zungs­ein­hei­ten die­ses besitzt (1–2 NE/ 3–9NE oder über 10 NE) .Unter Punkt 4.4.1. Anfor­de­run­gen an die nach­zu­wei­sen­den U‑Werten bei Neu­bau gibt es Erleich­te­run­gen bei Bau­tei­len zwi­schen Wohn-bzw. Betriebs­ein­hei­ten und kon­di­tio­nier­ten Stie­gen­häu­sern: hier ist ledig­lich ein U‑Wert von 1,3 W/m2 ein­zu­hal­ten statt bis­her von 0,9 W/m2.

Unter Punkt 4.5.1. Sanie­run­gen mit Ein­zel­bau­teil-Mass­nah­men sind dage­gen die Anfor­de­run­gen wie­der erhöht wor­den. Es ist der U‑Wert um 18% statt bis­her um 12% zu unterschreiten.